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Höchstens ein Explosiönchen

Die Zahl der Asylgesuche steigt in der Schweiz nicht annähernd so stark wie in ganz Europa. Nur 3,8 Prozent aller Gesuche entfallen auf die Schweiz – der tiefste Wert seit Jahren.

Man könnte meinen, die Schweiz werde überrannt. Seit Wochen dröhnt der SVP-Refrain durchs Land: Mit einer «Politik der offenen Scheunentore» habe der Bundesrat ein «Asylschlamassel» angerichtet, ein «Asylchaos». Die Schweiz sei für Asylsuchende zu attraktiv, was sich an den «explodierenden» Gesuchszahlen zeige. Gern erinnert man in der SVP daran, dass die Zahl der Asylgesuche in der kurzen Ära von Bundesrat Christoph Blocher rasch und markant sank, nach seiner Abwahl aber gleich wieder stieg. Die Botschaft ist klar: Blocher machte die Schotten dicht – seine Nachfolgerinnen Eveline Widmer-Schlumpf (BDP) und vor allem Simonetta Sommaruga (SP) hingegen liessen die Zügel wieder schleifen.

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