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Herr Rösti, sind Sie noch der richtige Mann für die SVP?

Albert Rösti ist weiter überzeugt, dass die SVP weiss, wo die Bevölkerung der Schuh drückt.

Herr Rösti, das Volk lehnt die Selbstbestimmungsinitiative überaus klar ab. Sind Sie überrascht?

Sie haben heute in einer ersten Reaktion von einer «verleumderischen Gegenkampagne» gesprochen, die Verunsicherung gestreut habe. Was meinen Sie damit genau?

Keine Selbstkritik nach einer so deutlichen Niederlage?

Die Abstimmung galt aber als wichtigste seit dem Urnengang über den EWR 1992.

Die Kampagne Ihrer Seite war auffällig soft. Zuletzt aber kam sie im alten, SVP-bekannten Stil daher. War das ein Fehler?

Dass da ein Zusammenhang besteht, ist aber umstritten.

Wird die SVP nun wieder pointierte Kampagnen fahren, etwa bei der Initiative zur Kündigung der Personenfreizügigkeit?

Sie erwägen einen Rückzug der Initiative?

Seit vier Jahren ist die SVP mit keiner eigenen Initiative mehr siegreich. Spürt die SVP, die sich Volkspartei nennt, noch, wo die Bevölkerung der Schuh drückt?

Auch bei der Energiestrategie 2050 und der USR III ist die SVP auf der Verliererseite gestanden. Das waren aber keine Volksinitiativen. Auch hat sie in den kantonalen Wahlen seit 2015 Sitze verloren. Der SVP haftet das Verliererimage an.

Aber Sie müssen mit Einbussen rechnen.

Sind Sie angesichts der skizzierten Probleme noch der richtige Mann, die SVP in die Wahlen 2019 zu führen?