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«Zeitpunkt»-Redaktor Jürg Steiner wirft einen Blick auf den laufenden Wahlkampf.

Es war am letzten Samstagvormittag, als ich wunderbar tiefengereinigt aus der Yogastunde hinausschwebte in die Berner Altstadt. Auf meiner Brille verklärten Schweisstropfen die Sicht, aber nur so, dass ich elegant einen jugendlichen Unterschriftensammler umkurvte – und direkt in die Arme eines lehrbuchmässig motivierten SP-Knochenarbeiters marschierte, der mir ein Alexander-Tschäppät-Brillenreinigungstüchlein in die Hand drückte.

Hilfe! Ich atmete tief durch, putzte meine Brille, und schon erfasste mein glasklarer Blick Philippe Müller – der Namensvetter des Auto fahrenden nationalen FDP-Präsidenten ist Vorsitzender der Stadtberner Freisinnigen –, der, gewandt heranfahrenden Trams ausweichend, ohne Unterlass auf desinteressiert wartende Passagiere einredete. Gleichzeitig schlurfte eine Horde übermüdeter chinesischer Touristen vorbei, in himmlischem Frieden auf ihre Smartphones starrend, ohne die politischen Charmeattacken eines Blickes zu würdigen.

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