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Geschäftsleiterin der UPD vorerst nicht mehr arbeitsfähig

Seit Monaten stecken die Universitären Psychiatrischen Dienste Bern (UPD) in der Kritik. Nun musste sich auch noch die Geschäftsleitungsvorsitzende krank schreiben lassen.

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War in letzter Zeit «ausserordentlicher Belastungen» ausgesetzt: Regula Mader.
War in letzter Zeit «ausserordentlicher Belastungen» ausgesetzt: Regula Mader.

Die Universitären Psychiatrischen Dienste Bern (UPD) kommen nicht zur Ruhe. Nach monatelanger Kritik mancher Medien und Parteien ist die Geschäftsleitungsvorsitzende Regula Mader bis auf weiteres krankgeschrieben worden.

Das teilte heute die bernische Gesundheits- und Fürsorgedirektion (GEF) mit. Welcher Art die Erkrankung ist und inwiefern diese in Zusammenhang mit der öffentlichen Kritik steht, liess GEF-Sprecher Jean-Philippe Jeannerat auf Anfrage offen.

Regierungsrat Perrenoud bedauert

Der Schutz der Persönlichkeitsrechte verbiete es, nähere Angaben zu machen. Es sei aber sicher so, «dass die ausserordentliche Belastung während der letzten Monate eine Rolle gespielt hat».

Im Communiqué der GEF heisst es, Regierungsrat Philippe Perrenoud habe «mit Bedauern von der gesundheitsbedingten Abwesenheit von Regula Mader Kenntnis genommen». Er wünsche ihr baldige Genesung.

Während Maders Abwesenheit sollen zwei Personen die UPD gemeinsam führen, wie Perrenoud entschied: Urs Mosimann, Direktor Alterspsychiatrie und designierter ärztlicher Direktor, sowie Nicoletta della Valle, Direktorin Dienste und Betriebe.

Betrieb geht «ohne Einschränkung» weiter

Dadurch werde sichergestellt, dass die UPD ihrem Versorgungsauftrag «ohne jegliche Einschränkung» nachkomme, schreibt der Kanton. Die Institution mit rund 900 Vollzeitstellen ist zuständig für die psychiatrische Grundversorgung von Erwachsenen und alten Menschen in der Agglomeration Bern und im deutschsprachigen Teil von Biel.

Im Versorgungsgebiet leben 400'000 Menschen. Die Kinder- und Jugendpsychiatrie versorgt den gesamten Kanton Bern. In der spezialisierten Versorgung haben die UPD einen erweiterten Auftrag für den gesamten Kanton Bern. Als Unispital sind sie zuständig für Lehre und Forschung im Bereich Psychiatrie.

Mader hatte im März 2011 den Vorsitz der Geschäftsleitung übernommen. Sie trat damals die Nachfolge von Karl Studer an, der die UPD seit Juli 2009 interimistisch geführt hatte.

Hängige Fälle

Seit Monaten steht die UPD in der Kritik. Zuletzt sorgten Vorwürfe für Unruhe, wonach eine UPD-Kaderfrau ihren akademischen Titel zu Unrecht führen soll. Die Abklärungen sind im Gang; neue Erkenntnisse dürften frühestens Mitte November kommuniziert werden, wie GEF-Sprecher Jeannerat sagte.

Zuvor hatte die Freistellung des ärztlichen Direktors für Schlagzeilen gesorgt. Im Arbeitskonflikt zwischen der UPD- Geschäftsleitung und Psychiatrie-Professor Werner Strik wird im Spätherbst ein Entscheid des Regierungsrats erwartet. Die UPD- Leitung will Strik wegen langjähriger Konflikte entlassen, die Universität lehnt dies ab.

(SDA)

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