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Fusionskater im Glarnerland

Zweieinhalb Jahre nach dem Zusammenschluss der 25 Glarner Gemeinden zu drei Grossgemeinden zeigt sich: Einsparungen haben sich nicht eingestellt, sondern rote Zahlen.

Fusion auf 3614 Metern: Fahnensegnung am 1. Juli 2010.
Fusion auf 3614 Metern: Fahnensegnung am 1. Juli 2010.

Vor zweieinhalb Jahren fusionierten 25 Glarner Gemeinden zu drei Grossgemeinden. Diese schreiben nun rote Zahlen. Nun sollen die Kommunen auf Effizienz getrimmt werden. Die Glarner Regierung will dafür 220'000 Franken einsetzen, wie sie heute mitteilte. Zudem sollen Optimierungen bei der Zusammenarbeit von Gemeinden und Kanton gesucht werden. Über den notwendigen Verpflichtungskredit wird das Kantonsparlament entscheiden.

Steuersenkung brachte Probleme

Die Wurzel der finanziellen Schwierigkeiten der Gemeinden ortet die Regierung in einer Steuersenkung, die 2010 im Vorfeld der Fusion gemacht wurde. Um die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern, wurde die Gesamtsteuerbelastung auf den schweizerischen Durchschnitt gesenkt.

Dies führte bei Kanton und Gemeinden zu jährlichen Steuerausfällen von insgesamt bis zu 20 Millionen Franken. Zudem müssen die Kommunen wegen neuer Aufgaben zusätzliche finanzielle Belastungen verkraften.

2011, im ersten Jahr nach der Fusion, wiesen die drei Gemeinden dank des Fusionsbeitrags des Kantons noch Gewinne aus. Das änderte sich schon 2012. Zusammengerechnet schlossen die Rechnungen der Kommunen mit einem Verlust von fast 10 Millionen Franken.

Einsparungen kleiner als erhofft

Der Aufwand habe durch die Fusion nicht wie erwünscht reduziert werden können, um die Steuerausfälle und die neuen Belastungen zu reduzieren, schreibt die Regierung. Ohne Massnahmen würden sich die Bilanzen der Gemeinden in den nächsten Jahren massiv verschlechtern und die Reserven würden aufgebraucht. Auch der Kanton müsse schlechte Ergebnisse erwarten.

Für die Regierung sind nun Synergie- und Effizienzgewinne zwingend. Bei den Gemeinden müsse weiter Personal abgebaut werden. Zudem seien Arbeitsabläufe und Schnittstellen noch nicht überall aufeinander abgestimmt. Eine externe Analyse soll aufzeigen, wo zwischen Kanton und Gemeinden Optimierungen möglich sind. Und auch beim Kanton wird mittels Analyse nach Optimierungen gesucht.

SDA/kle

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