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Fürstliche Zahlung für Schweizer Grossbauern

Im Jura erhalten einzelne Grossbauern jährlich mehr als 400'000 Franken an Direktzahlungen. Der Bund möchte nun ein neues Verteilsystem einführen – zum Ärger der Landwirte.

Viel Geld für grosse Grundstücke: Bauernhof im Jura.
Viel Geld für grosse Grundstücke: Bauernhof im Jura.
Keystone

In der Schweiz soll es viele Bauernbetriebe geben, die fürstliche Direktbezahlungen erhalten: Das Bundesamt für Landwirtschaft bestätigt entsprechende Recherchen der «NZZ am Sonntag».

So sollen mehrere Grossbauern jährlich mehr als 400'000 Franken erhalten. Einer der Bauernbetriebe soll gar auf eine halbe Million kommen, wie die «NZZ am Sonntag» schreibt.

Die Höhe der Direktzahlung variert je nach Region: So erhalten Bauern im Jura schweizweit am meisten Geld, weil sie durchschnittlich über die grösste Fläche an Land verfügen. Im Schnitt kassieren die Jurassier Direktzahlungen in der Höhe von 94'000 Franken. Zum Vergleich: Der gesamtschweizerische Mittelwert beträgt 51'000 Franken. Insgesamt werden jährlich 2,8 Milliarden Franken an an Direktzahlungen ausgeschüttet.

Grösse des Hofes als Massstab

Die Höhe der ausgeschütteten Beträge überrascht selbst Hansjörg Walter, den Präsidenten des Bauernverbandes: «Ich wusste nur, dass einzelne Betriebe über 100'000 Franken erhalten», sagte Walter gegenüber der «NZZ am Sonntag». Der Bund überlegt sich nun, das Verteilsystem zu ändern. So soll künftig die Leistung, die ein Bauer für die Allgemeinheit erbringt als Massstab für die Höhe der Zahlung gelten. Bisher war alleine Grösse des Betriebs für die Berechnung entscheidend.

Das heisst nun: Höfe, die beispielsweise die Landschaftspflege oder die Artenvielfalt fördern, sollen künftig profitieren können. Der Bauernverband wehrt sich gegen die geplante Massnahme. Sie fürchten, dass durch neue Ökoauflagen die Produktivität leiden könnte.

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