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Für Doris Leuthards straffen Zeitplan wird es eng

Nach monatelangem Streit und intensivem Lobbying durch Touristiker, Wirtschaftsverbände und Umweltschützer hätte der gestrige Tag Klarheit über die Umsetzung der Zweitwohnungsinitiative bringen sollen. Es kam anders.

Bergkantone drängen auf möglichst viel Freiraum für die Bauwirtschaft: Feriendorf in Graubünden.
Bergkantone drängen auf möglichst viel Freiraum für die Bauwirtschaft: Feriendorf in Graubünden.
Keystone

Wie streng und wie schnell will der Bundesrat den Volksauftrag umsetzen, den er am 11. März erhalten hat?

Gemäss der Volksinitiative von Franz Weber dürfen keine Zweitwohnungen mehr gebaut werden, wenn deren Anteil in einer Gemeinde über 20 Prozent liegt – doch drängen namentlich Bergkantone auf eine Zweitwohnungsdefinition, welche die Bauwirtschaft möglichst wenig einschränkt. Hochoffiziell kündigte die Bundeskanzlei für die gestrige Bundesratssitzung den Entscheid über die massgebliche Verordnung an. Wider Erwarten jedoch hat der Bundesrat diesen Entscheid hinausgeschoben. Laut Vizekanzler André Simonazzi führte die Regierung über die Zweitwohnungsverordnung lediglich eine «erste Diskussion» – sie soll nächste Woche fortgesetzt werden.

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