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Früh in die Pension – ein Problem für die Wirtschaft

40 Prozent der Männer und 33 Prozent der Frauen lassen sich in der Schweiz vorzeitig pensionieren – trotz Fachkräftemangels. Wie kann dieses Potenzial besser genutzt werden? Ein runder Tisch sucht heute Lösungen.

Längst nicht alle Arbeitnehmer, die frühzeitig aus dem Erwerbsleben ausscheiden, tun dies freiwillig: Ein älteres Paar an der Zürcher Seepromenade.
Längst nicht alle Arbeitnehmer, die frühzeitig aus dem Erwerbsleben ausscheiden, tun dies freiwillig: Ein älteres Paar an der Zürcher Seepromenade.
Keystone

40 Prozent der Männer und 33 Prozent der Frauen scheiden ein Jahr vor dem offiziellen Rentenalter aus dem Erwerbsleben aus. Das zeigen die jüngsten Zahlen der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung (Sake), wie Radio SRF 4 berichtet. Vor zehn Jahren lag der Wert noch höher: Damals ging jeder zweite Mann vorzeitig in den Ruhestand. Besonders betroffen sind heute Personen, die einen Berufsabschluss haben. Ungelernte und Studierte bleiben dagegen länger in den Unternehmen.

Die Daten lassen keine Rückschlüsse auf die Gründe für die Frühpensionierungen zu. Fakt ist: Vor zehn Jahren bediente sich die kriselnde Schweizer Wirtschaft dieses Mittels, um ihre Belegschaft zu verkleinern. Dank prall gefüllter Pensionskassen war dieses Modell möglich – grosszügige Regelungen entschädigten die betroffenen Arbeitnehmer für ihr vorzeitiges Ausscheiden aus dem Arbeitsmarkt.

Bessere Wirtschaftslage – Lösungen gesucht

In der Zwischenzeit hat sich die Situation mit dem Erstarken der Wirtschaft verändert: Heute suchen viele Firmen nach Fachleuten – und müssen dafür häufig ins Ausland ausweichen. Wegen der Annahme der Masseneinwanderungsinitiative sind nun aber neue Lösungen gefragt; heimische Fachkräfte müssen besser in den Arbeitsmarkt eingebunden werden. Die Zahlen verdeutlichen, dass gerade auch bei älteren Arbeitnehmenden ungenutztes Potenzial liegt.

Bundesrat Johann Schneider-Ammann lädt darum heute zu einer Nationalen Konferenz zum Thema. Dabei diskutiert er mit Sozialpartnern und Vertretern von Bund und Kantonen Massnahmen, wie die Erwerbstätigkeit der älteren Arbeitnehmer weiter gesteigert werden könnte. Über die Ergebnisse wird der Wirtschaftsminister am Mittag informieren.

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