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Freie Fahrt aus Bosnien und Albanien

Ein neuer Beschluss der EU hat auch Auswirkungen auf die Schweiz: Ab Dezember können Menschen aus Bosnien-Herzegowina und Albanien ohne Visum in den Schengenraum einreisen.

Könnten bald deutlichen Zuwachs bekommen: Albaner in der Schweiz bei einer Kundgebung im Jahr 2001.
Könnten bald deutlichen Zuwachs bekommen: Albaner in der Schweiz bei einer Kundgebung im Jahr 2001.
Keystone

Menschen aus Bosnien-Herzegowina und Albanien können ab Mitte Dezember ohne Visum in den Schengenraum einreisen – und damit auch in die Schweiz.

Die EU-Innenminister stimmten dieser Visa-Befreiung, welche die Schweiz übernehmen wird, am Montag in Brüssel zu. Einige EU-Länder, so die Niederlande und Frankreich, fordern allerdings eine enge Beobachtung des Prozesses. Dabei sollen vor allem die Themenbereiche Kriminalität, Dokumentensicherheit und Korruption im Auge behalten werden. Die Kommission soll für alle Länder des Westbalkans, die keine Visa mehr brauchen, ein enges Monitoring aufziehen.

Massiv mehr Asylanträge in Schweden und Belgien

Wie EU-Diplomaten in Brüssel erklärten, kann eine Visa-Befreiung auch wieder rückgängig gemacht werden, falls sie zu Missbrauch führen sollte. Solche Bemerkungen gehen auf die letzte Visa-Befreiung zurück: Seit Dezember 2009 können bereits Menschen aus Serbien, Mazedonien und Montenegro ohne Visum in den Schengenraum einreisen. Vor allem in Schweden und Belgien führte dies zu einem grossen Anstieg von Asylanträgen. Zudem tauchten viele Personen nach dem erlaubten dreimonatigen Aufenthalt unter, anstatt wieder auszureisen.

Visafrei reisen können nur Personen, die einen biometrischen Pass besitzen. Zudem dürfen sich die Reisenden höchstens drei Monate im Schengenraum aufhalten und müssen dann wieder ausreisen. Die Schweiz wird als Schengenmitglied die Visa-Befreiung für Menschen aus Albanien und Bosnien-Herzegowina nachvollziehen. Mit beiden Ländern verfügt die Schweiz nach Angaben des Bundesamtes für Migration (BFM) über Rückübernahme-Abkommen, wobei jenes mit Albanien neu verhandelt werden soll, da es veraltet ist.

SDA

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