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Finanzkontrolle hatte Hinweise – allerdings nur vage

Für die mögliche Bestechung im Seco gab es interne und externe Indizien. Belege zu finden, sei jedoch extrem schwierig, sagen Beteiligte.

Nimmt erstmals Stellung zu den Korruptionsvorwürfen im ihm unterstellten Staatssekretariat für Wirtschaft Seco: Bundesrat Johann Schneider-Ammann, hier mit WTO-Direktor Roberto Azevedo am WEF in Davos. (25. Januar 2014)
Nimmt erstmals Stellung zu den Korruptionsvorwürfen im ihm unterstellten Staatssekretariat für Wirtschaft Seco: Bundesrat Johann Schneider-Ammann, hier mit WTO-Direktor Roberto Azevedo am WEF in Davos. (25. Januar 2014)
Denis Balibouse, Reuters
Die Lage spitzt sich zu: Eingangsbereich des Seco-Sitzes in Bern.
Die Lage spitzt sich zu: Eingangsbereich des Seco-Sitzes in Bern.
Keystone
Der verdächtigte Seco-Mitarbeiter steht im Organigramm drei Stufen unter der Direktorin Marie-Gabrielle Ineichen-Fleisch.
Der verdächtigte Seco-Mitarbeiter steht im Organigramm drei Stufen unter der Direktorin Marie-Gabrielle Ineichen-Fleisch.
Lukas Lehmann
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Wie konnten Bestechungsvorgänge bei der IT-Beschaffung, wie sie mutmasslich im Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) vorgekommen sind, so lange unentdeckt bleiben? Recherchen des TA zeigen, dass es seit einiger Zeit Hinweise auf verdächtige Aktivitäten gegeben hat. Offenbar waren diese aber zu vage, um sofort einzuschreiten. So hatte etwa die Eidgenössische Finanzkontrolle (EFK) «im letzten September Kenntnis von einem Hinweis, dass ein Personalwechsel bei einer externen Informatikentwicklungsfirma möglicherweise problematisch ist», sagt EFK-Direktor Michel Huissoud. Der Hinweis sei aber «nicht sehr präzis» gewesen, weshalb die EFK entschieden habe, ihm «erst im Rahmen einer schon vorher geplanten Kontrolle im Seco diesen April nachzugehen».

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