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Festhalten am gescheiterten Abkommen

Der Präsident der Sicherheitspolitischen Kommission, Nationalrat Thomas Hurter, über die Situation im Tessin.

Durchzogene Bilanz: Sicherheitspolitiker Thomas Hurter (SVP, rechts) und Marco Romano (CVP) in Medrisio.
Durchzogene Bilanz: Sicherheitspolitiker Thomas Hurter (SVP, rechts) und Marco Romano (CVP) in Medrisio.
Benedretto Galli, Keystone

Herr Hurter, welche Bilanz zieht die Sicherheitspolitische Kommission (SIK) nach ihrem zweitägigen Besuch an der Südgrenze?

Thomas Hurter: Wir haben festgestellt, dass die Zusammenarbeit zwischen den Behörden im Migrations- und Sicherheitsbereich national gut funktioniert, während die Zusammenarbeit mit Italien aufgrund der dortigen Bürokratie nicht optimal funktioniert. Die Infrastruktur im Tessin ist extrem ausgelastet. Unsere Behörden arbeiten mit einfachen Mitteln. Die Asylsuchenden sitzen im Bahnhof Chiasso beispielsweise einfach auf einer Bank und werden von Grenzwächtern befragt. Eine Hauptsorge der Tessiner Behörden ist, was passiert, sollte die Einwanderung in die Schweiz eines Tages nicht mehr so friedlich ablaufen, wie das heute der Fall ist. Es gibt Befürchtungen, dass die heutigen Abläufe so nicht mehr möglich sind, wenn aggressivere, gewaltbereite Migranten anderer Ethnien kommen.

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