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FDP St. Gallen nominiert Keller-Sutter

Über 300 Delegierte haben die Ständerätin einstimmig ins Rennen um Johann Schneider-Ammanns Bundesratssitz geschickt.

mch
Es war eine reine Formsache: Die FDP St. Gallen nominierte Karin Keller-Sutter in Wil offiziell als Bundesratskandidatin. Video: SDA

Über 300 Delegierte haben am Samstagmorgen in Wil einstimmig Karin Keller-Sutter als Bundesratskandidatin nominiert. Sie machten klar, dass es wieder eine Ostschweizer Vertretung in der Landesregierung brauche.

Neben der St. Galler Kantonalpartei und deren Präsidenten nahmen auch die FDP-Präsidenten aus den Kantonen Thurgau und Appenzell-Ausserrhoden sowie Regierungs- und Nationalräte aus allen drei Kantonen am Anlass teil, wie die FDP St. Gallen mitteilte.

Es müsse vorbei sein mit dem Jammern, sagte der sanktgallische Parteipräsident Raphael Frei. Die Ostschweiz und St. Gallen dürften sich nicht weiter unter ihrem Wert verkaufen.

Für die Kantonsregierung unterstützen Regierungspräsident Stefan Kölliker (SVP) und sein Kollege Marc Mächler (FDP) die Kandidatur Keller-Sutters. Kölliker erklärte, im Bundesrat brauche es die Fähigsten. Mächler lobte die Gradlinigkeit der Kandidatin. Die Wiler Stadtpräsidentin Susanne Hartmann (CVP) zeigte sich stolz.

Die Ständeratspräsidentin Keller-Sutter dankte dem Volk ihres Kantons und der kantonalen FDP. Die liberalen Grundsätze bildeten ihren Kompass. Das hindere sie aber nicht daran, tragfähige Lösungen zu finden.

Die Delegierten beschlossen einstimmig, Keller-Sutter ins Rennen um den freiwerdenden FDP-Sitz von Bundesrat Johann Schneider-Ammann zu schicken. Dies unterstrichen sie mit einem langanhaltenden, stehenden Applaus.

Zwei Konkurrenten

Neben Keller-Sutter wollen für die FDP auch der Nidwaldner Ständerat Hans Wicki und der Schaffhauser Regierungspräsident Christian Amsler für den Bundesrat kandidieren. Amsler wurde am Donnerstag von seiner Kantonalpartei nominiert, die Nidwaldner FDP entscheidet am kommenden Dienstag. Wicki macht geltend, die Zentralschweiz sei schon lange nicht mehr im Bundesrat vertreten und Nidwalden sei es sogar noch nie gewesen.

Sie will: Als ehemalige Regierungsrätin bringt sie Exekutiverfahrung mit. Darüber hinaus hat die St. Gallerin auch die passende Herkunft.
Sie will: Als ehemalige Regierungsrätin bringt sie Exekutiverfahrung mit. Darüber hinaus hat die St. Gallerin auch die passende Herkunft.
Christian Beutler, Keystone
Der Schaffhauser Regierungsrat hat nicht nur zugesagt, als erster Kandidat wurde er von seiner Kantonalpartei auch offiziell nominiert.
Der Schaffhauser Regierungsrat hat nicht nur zugesagt, als erster Kandidat wurde er von seiner Kantonalpartei auch offiziell nominiert.
Keystone
Er will nicht: Der Bündner Ständerat verzichtet auf eine Kandidatur.
Er will nicht: Der Bündner Ständerat verzichtet auf eine Kandidatur.
Alessandro della Valle, Keystone
Der Zürcher Ständerat wagt nach seiner gescheiterten Kandidatur 2010 keinen zweiten Anlauf.
Der Zürcher Ständerat wagt nach seiner gescheiterten Kandidatur 2010 keinen zweiten Anlauf.
Anthony Anex, Keystone
Die Zürcher Nationalrätin steigt nichts ins Rennen um Schneider-Ammanns Nachfolge.
Die Zürcher Nationalrätin steigt nichts ins Rennen um Schneider-Ammanns Nachfolge.
Peter Klaunzer, Keystone
Auch der Nationalrat aus Zürich verzichtet.
Auch der Nationalrat aus Zürich verzichtet.
Alessandro della Valle, Keystone
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Fristablauf für die Eingabe von Kandidaturen ist Mittwoch, der 24. Oktober. Der Vorstand der FDP Schweiz wird am 9. November einen Vorschlag zuhanden der Bundeshaus-Fraktion formulieren. Diese nominiert dann am 16. November die finalen Kandidaturen für die Bundesratswahl vom 5. Dezember.

(SDA)

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