Zum Hauptinhalt springen

«FDP in Regierung übervertreten» – die neue Deutlichkeit der Grünen

An der ersten Versammlung nach den Wahlen sah man: Eine neue Ernsthaftigkeit hat die Grünen erfasst. Präsidentin Rytz bekräftigt die Forderung nach einer neuen Zauberformel.

Philipp Loser
Grosse Gesten, grosse Freude: Präsidentin Regula Rytz und Fraktionschef Balthasar Glättli zelebrierten die neue Grösse der Grünen. Foto: Peter Klaunzer (Keystone)
Grosse Gesten, grosse Freude: Präsidentin Regula Rytz und Fraktionschef Balthasar Glättli zelebrierten die neue Grösse der Grünen. Foto: Peter Klaunzer (Keystone)

Der ältere Herr trägt Anzug und Hut und hält in der Hand ein Sackmesser. Leicht gebeugt eilt er von einem grünen Ballon zum nächsten, hält ein, sticht zu.

Sibel Arslan, grüne Nationalrätin aus dem Kanton Basel-Stadt, vor den Wahlen eine Wackelkandidatin, nach den Wahlen eine strahlende Siegerin, steht rauchend vor dem Hotel National in Bern, wohin die Ballone die Delegierten der Grünen geleitet hatten, und schaut dem älteren Herrn zu. Ihr Gesichtsausdruck changiert irgendwo zwischen ­Irritation und Amüsement. «Wir haben ja zum Glück Meinungsfreiheit in der Schweiz.» Der ältere Herr sieht, dass er bemerkt wird, verzieht das Gesicht und streckt den Mittelfinger aus.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.

Abo abschliessen