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Familieninitiative: Was heisst «selber betreuen»?

«Aufpassen, Frau Bundesrätin», sagte der Zuger SVP-Finanzdirektor Heinz Tännler in der «Arena». Er warf Justizministerin Eveline Widmer-Schlumpf (BDP) Wortklauberei vor, nachdem sie darauf aufmerksam gemacht hatte, dass der Initiativtext eine Ungenauigkeit enthalte – oder wörtlich: «einen Bock».
Widmer-Schlumpf zitierte aus dem Abstimmungsbüchlein: «Eltern, die ihre Kinder selber betreuen, muss für die Kinderbetreuung mindestens ein gleich hoher Steuerabzug gewährt werden...» Das gelte also nur für die Betreuung durch Eltern selber, nicht durch Grosseltern, Tanten, Onkel, Freundinnen. Tännler bezeichnete dies als «Wortklauberei».
Die Initianten berufen sich auf den Grundgedanken der Initiative, dass für jede Betreuungsform, egal welche, der gleiche Steuerabzug gelten solle. Dies sagt SVP-Nationalrat Gregor Rutz. Das Parlament müsse diesem Grundgedanken Rechnung tragen. Mit dem Wort «selber» habe man das Bestreben nach Gleichstellung von Fremd- und Selbstbetreuung zum Ausdruck bringen wollen.
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