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Fall Carlos: Strafverfahren gegen drei Chefärzte

Der als Carlos bekannt gewordene Straftäter soll im Alter von 16 Jahren während zehn Tagen im Burghölzli festgebunden worden sein. Die Staatsanwaltschaft hat ein Verfahren eingeleitet.

Carlos auf seinem Bett in der betreuten Wohnung in Reinach. (Screenshot SRF)
Carlos auf seinem Bett in der betreuten Wohnung in Reinach. (Screenshot SRF)
Keystone
Justizdirektor Martin Graf (Grüne) nimmt zum zweiten Mal vor den Medien Stellung zum Fall Carlos. Erstmal äusserte er sich am 6. September (Bild), nachdem er bei der Oberjugendanwaltschaft einen Bericht zum Fall angefordert hatte.
Justizdirektor Martin Graf (Grüne) nimmt zum zweiten Mal vor den Medien Stellung zum Fall Carlos. Erstmal äusserte er sich am 6. September (Bild), nachdem er bei der Oberjugendanwaltschaft einen Bericht zum Fall angefordert hatte.
Sophie Stieger
Boxer mit «All for Brian»-T-Shirt setzt ein Zeichen
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Kostas Maros
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Die Zürcher Staatsanwaltschaft hat ein Strafverfahren gegen drei Chefärzte der Psychiatrischen Universitätsklinik Burghölzli (PUK) in Zürich eröffnet. Ihnen wird Freiheitsberaubung vorgeworfen. Der als Carlos bekannt gewordene Straftäter soll im Alter von 16 Jahren mit einem Medikamentencocktail ruhiggestellt und während zehn Tagen festgebunden worden sein – in der Psychiatrischen Universitätsklinik Burghölzli (PUK) in Zürich. So lautet jedenfalls der Vorwurf an Verantwortliche der Klinik. Carlos’ Schwester hat eine entsprechende Strafanzeige erstattet. Corinne Bouvard, Mediensprecherin der Staatsanwaltschaft, bestätigte gegenüber der «SonntagsZeitung» die Untersuchung: «Es ist zutreffend, dass gegen verantwortliche Ärzte der PUK ein Verfahren geführt wird.»

Carlos wurde im Sommer 2011 ins Burghölzli eingeliefert. Die Verantwortlichen des Gefängnisses Limmattal hatten ihn in die Klinik verlegt, nachdem er in der Haftanstalt einen Suizidversuch begangen hatte. Im Gefängnis Limmattal hat er seit dem 15. Juni 2011 wegen der Messerattacke auf einen Jugendlichen gesessen. Im Burghölzli soll ihn das Personal dann medikamentös ausser Gefecht gesetzt haben und ihn zehn Tage lang auf einem Bett festgebunden haben.

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