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«Fabrice A. wird verwahrt werden»

Der Fall Adeline wäre in den meisten Kantonen nicht möglich gewesen, sagt Marc Graf, Klinikdirektor der Forensisch Psychiatrischen Klinik Basel. In der Psychiatrie habe ein Umdenken stattgefunden.

Am Ende seiner kurzen Flucht: Fabrice A. bei seiner Verhaftung in der polnischen Stadt Stettin.
Am Ende seiner kurzen Flucht: Fabrice A. bei seiner Verhaftung in der polnischen Stadt Stettin.
Marcin Bielecki, Keystone

Herr Graf, viele Leute zweifeln prinzipiell an der Therapiefähigkeit von Mehrfachvergewaltigern. Wie sehen Sie das aus der Praxis?

Es ist tatsächlich heikel. Wenn ein Mensch mehrfach Vergewaltigungen begeht und der Täter selber Situationen kreiert, damit er vergewaltigen kann – dann ist die Prognose für eine Besserung sehr ungünstig. Die Motive für Vergewaltigungen sind aber sehr vielfältig und nicht immer ausschliesslich sexueller Natur: Denken Sie an ethnische Konflikte, Kriege, oder an Vergewaltigungen zur Bestrafung, wie das in gewissen Kulturkreisen verbreitet ist.

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