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Exil-Tunesier belagern Botschaft in Bern

Mehrere Dutzend Exil-Tunesier haben die tunesische Botschaft in Bern aufgesucht. Sie forderten die sofortige Herausgabe ihrer Pässe.

Nach dem Machtwechsel in Tunis wollten sie nun in die Heimat zurückreisen, sagte ein Exil-Tunesier aus der Westschweiz der Nachrichtenagentur SDA. Doch als «politische Flüchtlinge» hätten sie die nötigen Reisedokumente seinerzeit abgeben müssen.

Schon seit Tagen bemühten sich manche Landsleute um ihre Papiere. Doch seit Montag habe die Botschaft nur gerade fünf Pässe herausgerückt. Nach Angaben des Mannes befanden sich am Mittwoch etwa 40 Tunesier in der Botschaft. Die Gespräche mit den Botschaftsverantwortlichen zogen sich hin. Am Abend lag noch kein Ergebnis vor, wie ein Sprecher der Exilantengruppe sagte.

Angespannte Stimmung

Die Tunesier richteten sich darauf ein, die Nacht vor Ort zu verbringen, wie ein Augenschein ergab. Warme Decken wurden vor Ort transportiert. Im Eingang der Botschaft war eine Gruppe von Exil- Tunesiern am Beten.

Die Stimmung vor dem Haus war zuweilen angespannt, aber friedlich. Gelegentlich skandierten die Exil-Tunesier Parolen gegen den ehemaligen Machthaber Ben Ali. Polizisten kontrollierten die Lage vor der Botschaft im Berner Kirchenfeldquartier. Auch sie hatten sich augenscheinlich auf einen längeren Aufenthalt eingestellt.

SDA/js

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