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Europa: Unsere Zukunftsdenker werden von der Gegenwart überholt

Die EU kriselt, der Euro taumelt, die Schuldenberge in Europa werden immer grösser. Ausgerechnet in diesen Zeiten schiebt Avenir Suisse die EU-Debatte wieder an. Warum machen die das?

Sind ihre Vorschläge nur Gedankenspiele, die der Wirklichkeit nicht standhalten? – Thomas Held, Direktor von Avenir Suisse, und seine Leute müssen Kritik einstecken.
Sind ihre Vorschläge nur Gedankenspiele, die der Wirklichkeit nicht standhalten? – Thomas Held, Direktor von Avenir Suisse, und seine Leute müssen Kritik einstecken.
Keystone

Es muss ja schon deprimierend sein, wenn selbst die nächsten Freunde einem die Liebe entziehen. «Es braucht diese EU-Debatte gar nicht», so FDP-Präsident Fulvio Pelli in einem Interview mit der «NZZ am Sonntag». Reagiert hat der Tessiner auf die Ende letzter Woche von Avenir Suisse mit einer Studie angestossene Debatte über die Zukunft der Schweiz innerhalb Europas, wobei ein EU-Beitritt als möglicher Weg genannt wurde. Selbst der Präsident der Wirtschaftspartei mag dem neusten Denkanstoss des Think Tanks mit breiter Unterstützung aus der Wirtschaft nichts abgewinnen. Pelli weiter: «Alle diese Ideen, etwas am bewährten bilateralen Weg zu ändern, sind Ideen der Denkfabrik der Wirtschaft, die kein politisches Gremium ist. Dabei hat die Wirtschaft selbst eine ganz andere Meinung als Avenir Suisse, die Wirtschaft will den bilateralen Weg.»

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