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«Es wird keine Massenüberwachung geben»

Der Chef des Nachrichtendienstes Markus Seiler garantiert, dass es keine Massenüberwachungen gibt und dass er für mehr Transparenz sorgen will. Nicht verhehlen will er, dass die Geheimdienstarbeit ihn auch bedrücken kann.

«Im Bereich der demokratischen Kontrolle sind wir Weltmeister»: Markus Seiler im Bereich des Eingangs zum Hauptquartier des Nachrichtendienstes in Bern.
«Im Bereich der demokratischen Kontrolle sind wir Weltmeister»: Markus Seiler im Bereich des Eingangs zum Hauptquartier des Nachrichtendienstes in Bern.
Beat Mathys

Herr Seiler, Sie beschäftigen sich als Chef des Nachrichtendienstes ständig mit allen möglichen ­Gefahren. Wie belastend ist dieses Wissen für Sie persönlich?Markus Seiler: Vor fünf, sechs Jahren war die Sicherheitslage noch nicht so angespannt. Die grossen Gefahren lauerten damals noch weit weg von der Schweiz. Unterdessen ist die Sicherheitslage zu einer permanenten Sorge geworden. Wenn das Telefon mitten in der Nacht klingelt, ist mein erster Gedanke, dass es in der Schweiz einen Anschlag gegeben haben könnte. Früher dachte ich jeweils, dass sich jemand verwählt hat. Wir wissen, dass wir trotz aller Anstrengungen keine Garantie geben können, dass es nicht auch die Schweiz einmal treffen könnte. Das ist für alle, die sich mit dem Thema beschäftigen, be­lastend.

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