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«Es ist, als wolle die Periode der Schweiz im Krieg nie vergehen»

Der Berner Historiker Sacha Zala rät zum gelassenen Umgang mit der Schweizer Geschichte 1939 bis 1945. Für die jüngste Aufregung über die Flüchtlingspolitik und Alt-Bundesrat Eduard von Steiger gebe es keinen Anlass und keine neuen Belege.

Historiker Sacha Zala umstellt von Akten über die Schweizer Aussenpolitik. Ausgewählte Dokumente daraus publizieren er und sein Team in der Buchreihe «Diplomatische Dokumente der Schweiz».
Historiker Sacha Zala umstellt von Akten über die Schweizer Aussenpolitik. Ausgewählte Dokumente daraus publizieren er und sein Team in der Buchreihe «Diplomatische Dokumente der Schweiz».
Stefan Anderegg

Herr Zala, Sie kamen letzte Woche kaum mehr dazu, Ihrer Arbeit als Historiker nachzugehen. Was war da los? Sacha Zala: Ich wurde dauernd von Medienvertretern angerufen wegen dieser Scheindebatte über angeblich neue Bilder des Holocausts, und ich war gleichzeitig auch noch am Zügeln. Es gehört zwar zu meinem Pflichtenheft, Öffentlichkeitsarbeit zu machen, aber der Ansturm der letzten Tage sprengte jedes Mass. Das ist umso absurder, als meine aktuellen Forschungen die 1970er-Jahre betreffen, nicht die Kriegszeit.

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