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«Einheitskasse ist das falsche Mittel»

Der Wettbewerb unter den Krankenkassen funktioniert nicht optimal. Für den Gesundheitsökonomen Willy Oggier ist aber nicht die Einheitskasse die Lösung für dieses Problem. Er stellt andere Strategien in den Vordergrund.

Eine Einheitskasse würde für die Prämienzahler vieles vereinfachen. Willy Oggier: Da bin ich anderer Meinung. Viele haben eine Zusatzversicherung. Wenn man davon ausgeht, dass eine Einheitskasse nur in der Grundversicherung tätig ist, dann wird es komplizierter, weil zwei verschiedene Versicherungspolicen nötig werden. Heute haben die meisten Grund- und Zusatzversicherung bei der gleichen Kasse.

Aber eine Einheitskasse würde mehr Transparenz bringen. Sie irren sich, wenn Sie glauben, es gebe keine Transparenz in der Grundversicherung. Im Bereich des Krankenversicherungsgesetzes muss niemand so viel offenlegen wie die Krankenkassen. Vergleichen Sie es zum Beispiel mit den Spitälern, von denen die meisten bis jetzt keine angemessenen Qualitätsberichte abliefern. Man muss im Gegenteil befürchten, dass, wenn Bund und Kantone in der Trägerorganisation der Einheitskasse sind, dann aus politischen Gründen mehr verschleiert als transparent gemacht wird.

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