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«Eine Narbe bleibt»

25 Jahre nach ihrem erzwungenen Abgang blickt die erste Schweizer Bundesrätin Elisabeth Kopp zurück auf den fatalen Anruf an ihren Mann.

Alt-Bundesrat Moritz Leuenberger wehrt sich gegen den Vorwurf, er sei es gewesen, der vor 25 Jahren angeordnet habe, die Telefone der Familie Kopp und der Anwaltskanzlei ihres Mannes Hans W. Kopp abzuhören.
Alt-Bundesrat Moritz Leuenberger wehrt sich gegen den Vorwurf, er sei es gewesen, der vor 25 Jahren angeordnet habe, die Telefone der Familie Kopp und der Anwaltskanzlei ihres Mannes Hans W. Kopp abzuhören.
Keystone
«Das nimmt niemand einfach so hin»: Alt-Bundesrätin Elisabeth Kopp kämpfte nach ihrem Rücktritt um ihren Ruf.
«Das nimmt niemand einfach so hin»: Alt-Bundesrätin Elisabeth Kopp kämpfte nach ihrem Rücktritt um ihren Ruf.
Patrick Gutenberg/Ex-Press
Elisabeth Kopp an ihren Wohnort in Zumikon (aufgenommen am 19. Januar 2010.
Elisabeth Kopp an ihren Wohnort in Zumikon (aufgenommen am 19. Januar 2010.
Keystone
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Frau Kopp, zum Verhängnis wurde Ihnen vor 25 Jahren, dass Sie erst über den Anruf bei Ihrem Mann informierten, als es schon zu spät war (siehe zweiter Teil des Interviews) – ein Lehrbeispiel misslungener Krisenkommunikation. Gab es niemanden, der Ihnen frühzeitig zu voller Transparenz riet? Elisabeth Kopp: Nein. Wir alle gingen ja immer von einer externen Quelle aus. Als dann «Le Matin» den Verdacht äusserte, mein Mann könnte aus dem Departement heraus informiert worden sein, habe ich noch am selben Tag den Bundesrat in einer ausserordentlichen Sitzung über meinen Anruf informiert.

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