Zum Hauptinhalt springen

Ein Leben lang bezahlen für das Kind eines anderen

Vaterschaftsklagen sind enge Grenzen gesetzt. Beispiel eines Mannes, der nicht der leibliche Vater seines Sohnes ist.

Was, wenn das Kind nicht das eigene ist? Foto: Gaetan Bally (Keystone)
Was, wenn das Kind nicht das eigene ist? Foto: Gaetan Bally (Keystone)

Bei Christoph Balmer* kam die Wahrheit mit den Jahren. Als sein Sohn geboren wurde, hatte er keinerlei Zweifel an seiner Vaterschaft. Er hörte es gern, wenn die Leute sagten: «Er gleicht dem Papi.» Obwohl er wusste, dass man das im Säuglingsalter schwer feststellen kann.

Die Zweifel kamen, als seine Frau und er sich ein zweites Kind wünschten. Doch es schien nicht mehr zu klappen. Da liess Christoph Balmer sich unter­suchen und erfuhr, dass seine Spermienqualität reduziert ist. Es sei für ihn nicht unmöglich, auf natürlichem Weg Vater zu werden, wurde ihm beschieden. Doch die Chance sei klein. Er machte sich Gedanken. Dass er trotzdem Vater geworden war, erschien ihm nachträglich wie ein Sechser im Lotto. Ein Riesenzufall. Oder war es möglich, dass ein anderer der Vater ist?

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.