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Ein Geben ohne Nehmen?

Die Politik spricht bereits über die nächste Schweizer Kohäsionsspende an die EU. Die Wirtschaft wartet derweil noch auf die Früchte der ersten.

Es war ein Argument, das besonders die Wirtschaft entzückte: Auch Schweizer Firmen würden später direkt von den Kohäsionsgeldern profitieren, versprach der Bundesrat, als das Volk 2006 über die Grundlage für die Zahlung von 1 Milliarde Franken an die EU-Staaten in Osteuropa abstimmte. «Die Umsetzung des Programms dürfte sich in entsprechenden Aufträgen an Schweizer Firmen niederschlagen.»

Mittlerweile ist mehr als die Hälfte dieser Milliarde definitiv oder provisorisch verplant, doch von Aufträgen ist noch wenig zu spüren. «Die Aussicht darauf war damals eine Bedingung von uns, um mitzumachen», sagt Marco Taddei, Vizedirektor beim Schweizerischen Gewerbeverband. Aber er muss heute konstatieren: «Wir haben davon noch nichts gehört.»

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