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Ein 27-Mio-Betrug und ein ominöser Vermittler

Vier Ex-Direktoren der zwangsaufgelösten Krankenkasse KBV stehen vor Gericht. Es geht um fiktive Versicherte, die viel Geld wert waren. Die Angeklagten schieben sich gegenseitig die Schuld in die Schuhe.

Der Millionenbetrug führte im Juni 2004 zum Zusammenbruch der Krankenkasse mit 60'000 Versicherten: KBV in Winterthur.
Der Millionenbetrug führte im Juni 2004 zum Zusammenbruch der Krankenkasse mit 60'000 Versicherten: KBV in Winterthur.
Keystone

Betrug, Veruntreuung, Urkundenfälschung, Geldwäscherei und ein Schaden von 27 Millionen Franken: So happig sind die Vorwürfe der Winterthurer Staatsanwaltschaft gegen vier ehemalige Direktoren der untergegangenen Krankenkasse KBV sowie drei Mitangeklagte. Zwei der vier Ex-Direktoren, der Finanzchef (49) und der Schadenschef (39), geben zu, am Millionenbetrug beteiligt gewesen zu sein. Dies hatten sie schon vor dem Bezirksgericht Winterthur erklärt. Dagegen beteuern die anderen Hauptangeklagten, der Generaldirektor (62) sowie der Verkaufs- und Marketingchef (63), weiterhin ihre Unschuld. Zum Auftakt des Berufungsprozesses vor dem Zürcher Obergericht verlangten sie Freisprüche respektive die Rückweisung der Anklage. Erstinstanzlich gab es Freiheitsstrafen von bis zu viereinhalb Jahren.

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