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Dreifacher Mörder wird an Italien ausgeliefert

2006 hatte er ein Paar und dessen 17-jährigen Sohn in Italien ermordet, in Chiasso wurde der 58-Jährige festgenommen. Das Bundesgericht beschloss nun die Überstellung in seine Heimat.

Fällte nun einen Entscheid: Das Bundesgericht in Lausanne. (Archivbild)
Fällte nun einen Entscheid: Das Bundesgericht in Lausanne. (Archivbild)
Keystone

Ein 58-jähriger Italiener wird an sein Heimatland ausgeliefert, hat das Bundesgericht entschieden. Der Mann hatte im August 2006 ein Paar und dessen 17-jährigen Sohn in Brescia (I) ermordet. Vergangenen Dezember war der Täter in einem Hotel in Chiasso TI festgenommen worden.

Im Oktober 2013 war der Mann zu einer Haftstrafe von zwanzig Jahren verurteilt worden. Er hatte seine Opfer in deren Villa umgebracht. Zwei weitere Männer wurden wegen der gleichen Sache verurteilt. Einer der beiden hatte vom ermordeten Vater eine hohe Summe Geld gefordert.

Am 30. Dezember 2013 reichte die italienische Botschaft in Bern ein Auslieferungsgesuch beim Bundesamt für Justiz ein. Der Verurteilte wehrte sich vor dem Bundesstrafgericht gegen die Auslieferung - vergebens. Er begründete seine Beschwerde mit den Verurteilungen Italiens durch den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte wegen unmenschlicher Haftbedingungen.

Das Strafgericht liess dieses Argument nicht gelten. Italien hatte eine Garantie abgegeben, dass dem Ausgelieferten Haftbedingungen zugesichert würden, die den Menschenrechtsstandards entsprechen. (Urteil 1C_317/2014 vom 27. Juni 2014)

SDA/ajk

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