Die Vision der Seeland-Bauern

Die Seeland-Bauern haben zwei Varianten als Standort für das Treibhaus im Auge: Eine im Kanton Bern und eine im Kanton Freiburg.

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Das Gewächshausprojekt der ­Genossenschaft Gemüseerzeuger Seeland (GES) heisst «Vision Energiebündel Seeland». Gemäss Faktenblatt zum Projekt verfolgen die Bauern mit dem Bau des «grossflächigen Gewächshauskomplexes» folgende Hauptziele:

  • Das Gemüseanbaugebiet Seeland soll im hart umkämpften wirtschaftlichen Umfeld gestärkt werden.
  • Die Seeländer Gemüseproduzenten sollen dank dem Treibhausprojekt Schritt halten können mit der «rasanten technologischen Entwicklung in der Landwirtschaft».

Sinnigerweise lautet der Titel des Präsentationsflyers denn auch «Smart Farming 4.0», was klarmacht, dass die Gemüseproduktion zu guten Teilen automatisiert und digital gesteuert sein wird. Die Fenaco bestätigt, dass sie in das Projekt involviert sei.

Sugiez oder Ins

GES-Geschäftsleiter Sam Zurbrügg betont, Ziel des Projekts sei auch, den Gemüseanbau ökologisch und sozial nachhaltiger zu machen. Geplant sind unter anderem Fotovoltaikanlagen auf den Gewächshäusern. «Wir werden den Energieverbrauch pro Kilo Gemüse senken und die ­benötigte Energie CO2-neutral gewinnen.» Auch der Wasserverbrauch soll laut Zurbrügg durch optimierte Bewässerungs- und Reinigungsverfahren gesenkt werden.

Das Projekt sieht eine Realisierung in drei Stufen vor. Bereits mit der Fertigstellung der ersten Stufe auf rund einem Drittel der Gesamtfläche würden laut Zurbrügg 120 Vollzeitstellen geschaffen. Dabei würden jährlich rund 3000 bis 4000 Tonnen Gemüse produziert.

Geklärt werden muss unter anderem noch die Frage nach dem genauen Standort. Klar ist, dass das Gewächshaus im Grenzbereich zwischen den Kantonen Bern und Freiburg gebaut werden soll. Auf der Berner Seite steht ein Gebiet zwischen Ins und Müntschemier zur Debatte. Auf der Freiburger Seite stehen Gebiete im Dorf Sugiez zur Diskussion.

Gesuch eingereicht

Im Kanton Bern haben die GES und die Fenaco ihre Pläne bei zwei Regierungsräten vorgestellt. Wobei man ihnen offenbar nicht allzu viel Hoffnung machte. Auf offenere Ohren ist die GES nach der Präsentation in Freiburg gestossen. Dort hat die GES mittlerweile ein Rahmenprojekt bei der Behörde eingereicht.

ma

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