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Die Verlagerung ist den Italienern egal

Die Schweiz steckt erneut Millionen ins italienische Schienennetz. Italien ist derweil nicht gewillt, sich substanziell am Ausbau des Bahnkorridors zu beteiligen.

Nur bis zur Grenze nach Italien? Ein Containerzug auf der Gotthardlinie oberhalb von Bodio.
Nur bis zur Grenze nach Italien? Ein Containerzug auf der Gotthardlinie oberhalb von Bodio.
Keystone

Es gibt in breiten Kreisen der Schweizer Politik und Bevölkerung ein grundlegendes Missverständnis: dass die Schweiz mit der EU einen Vertrag über die Verlagerung des Güterverkehrs von der Strasse auf die Schiene abgeschlossen habe. In Tat und Wahrheit erlaubt das Landverkehrsabkommen der Schweiz bloss, eine leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe zu erheben. Im Gegenzug musste sie ihre Strassen für 40-Tönner öffnen. Die Verlagerung sowie der Umwelt- und Alpenschutz kommen in wolkigen Absichtserklärungen des Abkommens zwar vor. Was aber Sache ist, steht in den verbindlichen Paragrafen, etwa in Artikel 32: Dieser verbietet die Diskriminierung ausländischer Transporteure, garantiert die freie Wahl des Verkehrsträgers und schliesst eine mengenmässige Beschränkung von LKW-Fahrten aus.

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