Zum Hauptinhalt springen

Die Tarif-Ideen der SBB stossen auf Skepsis

Der Plan, die Kunden über die Billettpreise in die Randzeiten umzuleiten, funktioniert nur bedingt.

Seit langem wiederholen es die SBB-Chefs Ulrich Gygi und Andreas Meyer in praktisch jedem Interview: Passagiere, die zur Stosszeit die Züge füllen, sollen dereinst für die gleiche Fahrt mehr bezahlen als jene, die auf weniger ausgelastete Züge in den Randstunden umsteigen. Mit einer solchen Preisdifferenz möchten die Bundesbahnen die Verkehrsspitzen etwas brechen und umgekehrt verkehrsschwächere Zeiten attraktiver machen. Der Wunsch geht nicht in Erfüllung

Allerdings zeigt mittlerweile eine vom Bundesamt für Verkehr (BAV) in Auftrag gegebene Studie, was Kritiker dieser Idee schon lange monieren: Der Wunsch mag verständlich sein, dass er aber durch Tarifdifferenzierung in Erfüllung geht, ist fraglich. Denn gestützt auf Erfahrungen im Ausland legen die Autoren des Beratungsbüros Infras dar, dass sich die Kundenströme mit unterschiedlichen Preisen nur bedingt lenken lassen. So müsse die Preisdifferenz zwischen Stoss- und Randzeit mindestens 25 Prozent betragen, damit eine Verlagerungswirkung eintrete. Und selbst dann erfolge dieser Wechsel nur mittelfristig, da die Kunden kurzfristig ihr Verhalten nicht anpassen könnten.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.