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Die SVP ist wieder auf Siegeskurs

Die Bilanz der kantonalen Wahlen zeigt: Ausser der SVP mussten dieses Jahr alle grossen Schweizer Parteien Federn lassen. Die neue Mitte bleibt ein Leichtgewicht.

Nicht nur im Wallis ist die Volkspartei auf Erfolgskurs: SVP-Exponent Oskar Freysinger nach dem ersten Wahlgang für die Kantonsregierung. (3. März 2013)
Nicht nur im Wallis ist die Volkspartei auf Erfolgskurs: SVP-Exponent Oskar Freysinger nach dem ersten Wahlgang für die Kantonsregierung. (3. März 2013)
Keystone

Vier Kantone erneuerten dieses Jahr ihre Legislativen, Solothurn, das Wallis, Neuenburg und zuletzt am Wochenende Genf. 445 Sitze galt es insgesamt neu zu besetzen, knapp ein Sechstel der 2559 Sitze in 25 Kantonsparlamenten (ohne Appenzell-Innerrhoden, wo keine genaue Parteizuordnung möglich ist).

Die SVP konnte dabei in allen vier Kantonen zulegen. Sie ist heute mit gesamthaft 562 Parlamentssitzen wieder die stärkste Partei. Die total 18 zusätzlichen Mandate dieses Jahres machten die 20 Verluste, die sie nach den Nationalratswahlen 2011 eingefahren hatte, beinahe wett.

FDP und CVP müssen bluten

Demgegenüber büsste die FDP nach einer ausgeglichen Bilanz im 2012 in diesem Jahr in Solothurn, Neuenburg und Genf insgesamt 14 von schweizweit 553 Mandaten ein. Dies zeigt eine Auswertung der Nachrichtenagentur sda.

Die CVP schaffte zwar in Neuenburg den Sprung ins Parlament. In ihren katholischen Stammlanden musste sie aber weiter bluten. Gesamthaft verlor die CVP 2013 neun Sitze. Seit den eidgenössischen Wahlen resultiert gar ein Verlust von 22 Mandaten. Heute kommt sie noch auf 460 Sitze.

Auch SP und Grüne gebeutelt

Auch die SP stand 2013 auf der Verliererseite, dies zum ersten Mal seit den nationalen Wahlen 2011. Sie musste im Wallis, in Solothurn und Neuenburg acht Mandate abtreten und besetzt derzeit noch 453 kantonale Parlamentssitze, acht mehr als im Herbst 2011.

Die Grünen befinden sich seit längerem im Krebsgang. 2013 standen einem Gewinn in Solothurn insgesamt neun Verluste in Neuenburg und Genf gegenüber. Derzeit vereinigt die Partei schweizweit noch 183 Sitze, 18 weniger als nach den letzten Nationalratswahlen.

GLP und BDP bleiben Leichtgewichte

Mit sieben Sitzgewinnen in Solothurn und Neuenburg konnten die Grünliberalen ihren Siegeszug zwar fortsetzen. Mit insgesamt 78 Mandaten bleibt ihre Präsenz in den kantonalen Parlamenten aber vergleichsweise marginal. Das gleiche gilt für die BDP, die sich dank zwei Sitzgewinnen in Solothurn auf schweizweit 88 Sitze steigerte.

Die kleinen Rechtsparteien kommen mit den drei Gewinnen des Genfer MCR nun auf insgesamt 43 Mandate. Linksaussenparteien und Alternative eroberten in Genf auf einen Schlag neun Sitze und stellen nun schweizweit 34 kantonale Abgeordnete.

Auch wenn die kantonalen Parlamentssitze nach der Grösse der Kantone gewichtet werden, ist die SVP mit 23,2 Prozent derzeit die stärkste Partei. Ihr folgen nach den Berechnungen des Zentrums für Demokratie Aarau (ZDA) die FDP mit 19,1 die SP mit 18,9 und die CVP mit 14,0 Prozent. Die Grünen erreichen 8,7 Prozent, die GLP 4,3 und die BDP 4,0 Prozent.

SDA/ami

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