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Die Serie der Überraschungsüberschüsse beim Bund geht 2011 weiter

Statt eines Defizits von 2 Milliarden resultiert 2010 ein Überschuss von 3,6 Milliarden Franken. Schon in den letzten Jahren waren die Budgets des Bundes stets zu pessimistisch. Auch 2011 wird die Rechnung das Budget klar übertreffen.

«Es ist dann alles etwas anders herausgekommen als erwartet», sagte Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf gestern, als sie den Medien den definitiven Rechnungsabschluss 2010 präsentierte. Dass es anders kommt und die Rechnung im Vergleich mit dem Budget – und mit dem europäischen Ausland sowieso – geradezu grandios abschliesst, war schon lange klar; gestern aber legte Widmer-Schlumpf Zahlen vor, die noch einmal nach oben korrigiert worden waren. Der Bundeshaushalt schliesst 2010 mit einem Überschuss von 3,6 Milliarden Franken. Budgetiert worden war ein Defizit von 2 Milliarden.

Wie ist das möglich? Widmer-Schlumpf erinnerte daran, dass das Budget für 2010 im Sommer 2009 erstellt worden ist. Damals befanden sich die Welt und die Schweiz gefühlsmässig am Tiefpunkt der Finanzmarktkrise. Die Prognostiker sagten für 2009 und 2010 negative Wachstumsraten voraus, die sich im Nachhinein zumindest für die Schweiz als klar zu pessimistisch erwiesen. So schrumpfte die Schweizer Wirtschaft 2009 nicht wie seinerzeit vorhergesagt um 2,7 sondern «nur» um 1,9 Prozent; 2010 legte sie sogar um 2,7 Prozent zu, statt wie erwartet weiter zu verlieren. Der Bundesrat spricht von einem «unerwartet frühen und kräftigen Wiederaufschwung».

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