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Die Schweizer Armee sucht Seelsorger

Der Schweizer Armee gehen langsam die Seelsorger aus. Das liegt auch an den Pfarrern, die sich von der Armee wenig angezogen fühlen. Dabei kämen sie hier mit Menschen in Kontakt, die sie im Alltag kaum anzutreffen.

Wenn die Sorgen allzu stark drücken, können die Armeeangehörigen einen Armeeseelsorger herbeirufen.
Wenn die Sorgen allzu stark drücken, können die Armeeangehörigen einen Armeeseelsorger herbeirufen.
Keystone

Dem jungen Mann ging es gut, als er in die Rekrutenschule ein-rückte. Als er aber ein Gewehr in Händen hielt und schiessen sollte, war er auf einmal völlig blockiert. Nachts quälten ihn Schweissausbrüche und Angst-träume. Ein anderer Rekrut verzweifelte schier, als er erfuhr, dass seine Mutter an Krebs er-krankt sei und zu Hause alles drunter und drüber gehe. Beide wandten sich in ihrer Not an Matthias Inniger, den Armeeseelsorger. Der Pfarrer rückte aus und klärte im Gespräch, welche Hilfe angebracht ist. Den ersten Rekruten wies er dem psychologisch-pädagogischen Dienst der Armee zu. Mit dem zweiten besprach er «eine Strategie, um ihn zu stützen und zu begleiten». Der Seelsorger verschaffte ihm etwa zusätzliche Urlaubstage und begleitete ihn per SMS.

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