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«Die Schweiz würde ohne Bilaterale nicht verhungern»

Ökonomen streiten über den volkswirtschaftlichen Nutzen des Vertragwerks mit der EU.

Die Schweiz ist eine Exportnation: Arbeiter von Alstom verpacken in Oberentfelden Schaltanlagen für den Vertrieb ins Ausland.
Die Schweiz ist eine Exportnation: Arbeiter von Alstom verpacken in Oberentfelden Schaltanlagen für den Vertrieb ins Ausland.
Gaëtan Bally, Keystone

Der Schweiz ginge es auch ohne die bilateralen Verträge gut, sagt Reiner Eichenberger, Ökonom an der Universität Freiburg, und widerspricht damit fast allen Parteien, Verbänden und der Wirtschaft. Wichtige Verträge wie jener über die technischen Handelshemmnisse (die gegenseitige Anerkennung zertifizierter Produkte) könnte die Wirtschaft wenigstens teilweise kompensieren. Das Luftverkehrsabkommen brauche die Schweiz ohne eigene Airline nicht, und bei öffentlichen Aufträgen in der EU könnten international gut vernetzte Schweizer Firmen weiterhin mitbieten. Der Güterexport sei primär im Freihandelsabkommen von 1972 geregelt und werde durch die Bilateralen I und II, die Abkommen von 1999 und 2004, nicht direkt tangiert.

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