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«Die Schweiz wird ein Schwarzmarktparadies»

«Die Schweiz hat es bisher schlicht versäumt, Geldspiele im Internet zu regulieren»: Werner Becher, Chef von Interwetten. Foto: Urs Jaudas

Ihr Unternehmen Interwetten bietet in der Schweiz Onlinegeldspiele an, obwohl das verboten ist. Wie können Sie das rechtfertigen?

Pardon: Sie haben keine Schweizer Bewilligung und bieten Onlinespiele an, was das Gesetz klar untersagt.

Das Bundesamt für Justiz erklärte kürzlich, Unternehmen wie das Ihre nützten die Tatsache aus, dass der Arm der Behörden nicht über die Schweiz hinausreiche.

Nimmt die Schweizer Bevölkerung am 10. Juni das neue Geldspielgesetz an, sind Sie aus dem Spiel: Nur die einheimischen Casinos sollen Onlinekonzessionen erhalten.

Zieht sich Interwetten aus der Schweiz zurück, falls das Geldspielgesetz angenommen wird?

Warum das?

«Das Gesetz überträgt die alten Regeln aus der Welt der Beton-Casinos auf das Internet und blendet die Entwicklung der letzten 20 Jahre aus».

Beim Spielerschutz?

Jetzt übertreiben Sie aber.

Hand aufs Herz: Ihr Ziel ist, das Gesetz zu verhindern, damit Sie weiterhin steuerfrei in der Schweiz geschäften können.

Die Schweizer Casinos rechnen im Internet mit Abgabesätzen von 40 bis 50 Prozent. Würden Sie so hohe Steuern akzeptieren?

In einigen Jahren vergibt die Schweiz die Konzessionen für Spielbanken neu. Sie können sich bewerben, ein «normales» Casino übernehmen und so auch online tätig sein. Eine Option?

Laut dem «SonntagsBlick» setzt sich in Österreich der nationale Verband der Spielanbieter, zu dem auch Interwetten gehört, für Netzsperren ein. In der Schweiz lehnen Sie diese ab. Wie geht das auf?