«Der Ausbau des klassischen ÖV stösst an Grenzen»

Jörg Beckmann, Geschäftsführer der Mobilitätsakademie des TCS, sagt, das Elektroauto sei der Kristallisationspunkt der Autowende: «Es rüttelt am Fundament unserer Mobilität.» Gleich­zeitig wandle sich unser Verhältnis zum Auto.

«Mit dem elektrischen Lastenvelo kann ich tun, was ich bislang nur mit einem Auto tun konnte», sagt Jörg Beckmann.

(Bild: Andreas Blatter)

Jörg Beckmann, das Bundesamt für Raumentwicklung geht von einer deutlichen Zunahme des Verkehrs bis 2040 aus: Der ÖV wird um 51 und der motorisierte Individualverkehr um 18 Prozent zunehmen. Brauchen wir also höhere Strassenkapazitäten?Jörg Beckmann: Die Mobilität wird sicher weiter wachsen. Es ist dies ein Merkmal demokratischer Gesellschaften: dass sie immer mobiler werden. Es gibt kein Beispiel in der Geschichte moderner Gesellschaften, dass Menschen weniger mobil geworden wären. Der Verkehr wird also auf bestimmten Strecken weiter wachsen, und das braucht Infrastruktur – für alle Verkehrsarten. Jedoch dürfen wir auch mit ­kolossalen Veränderungen rechnen, die sich auch auf die Verkehrsnachfrage und das Verkehrsaufkommen auswirken werden.

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