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«Die Morde waren ein Zeichen, dass wir die Nächsten sein könnten»

Der im Genfer Exil lebende Viktor Khrapunov, einst ein hoher Politiker in Kasachstan, wird von Interpol gesucht. Im Interview äussert er sich zum Vorwurf der Wirtschaftskriminalität, zum Reichtum seiner Familie und zum Streit mit Kasachstans Diktator.

Nursultan Nasarbajew ist seit über 20 Jahren Präsident von Kasachstan. Bevor sich Viktor Khrapunov 2007 unter dem Vorwand eines Kuraufenthalts in die Schweiz absetzte, soll er sich mit dem starken Mann Kasachstans überworfen haben. Nasarbajew trägt den Titel Führer der Nation.
Nursultan Nasarbajew ist seit über 20 Jahren Präsident von Kasachstan. Bevor sich Viktor Khrapunov 2007 unter dem Vorwand eines Kuraufenthalts in die Schweiz absetzte, soll er sich mit dem starken Mann Kasachstans überworfen haben. Nasarbajew trägt den Titel Führer der Nation.
Keystone
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Herr Khrapunov, Sie werden von Interpol gesucht – wegen Geldwäscherei, Betrugs und organisierter Kriminalität. Was sagen Sie zu Ihrer Verteidigung? Diese Vorwürfe sind konstruiert. Solche Machenschaften sind typisch für Präsident Nursultan Nasarbajew, der in Kasachstan eine Diktatur installiert hat. Er kontrolliert Polizei und Justiz. Nasarbajew hat eine Kampagne gegen mich gestartet, weil er mich als politischen Feind sieht. Mit der Interpol-Fahndung will er mich einschüchtern und zum Schweigen bringen. Er möchte meine Bewegungsfreiheit einschränken, um meinen Umgang mit Oppositionellen im Ausland zu behindern. Nasarbajew fürchtet, dass im Ausland eine organisierte Opposition gegen sein Regime entsteht.

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