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«Die Lohnrealität hier ist nahe jener von Stalins Sowjetunion»

Cédric Wermuth gilt als Vater der 1:12-Initiative. Mit Corine Mauch und Alexander Tschäppät warnen nun ausgerechnet prominente SP-Exponenten vor den Auswirkungen. Wie reagiert der frühere Juso-Chef darauf?

Hat als Juso-Chef die 1:12-Initiative aufgegleist: SP-Nationalrat Cédric Wermuth im Gespräch mit Parteikollegin Susanne Leutenegger Oberholzer. (25. September 2013)
Hat als Juso-Chef die 1:12-Initiative aufgegleist: SP-Nationalrat Cédric Wermuth im Gespräch mit Parteikollegin Susanne Leutenegger Oberholzer. (25. September 2013)
Peter Klaunzer, Keystone
Stimmt Ja zu 1:12, fände aber 1:20 besser: Berns Stadtpräsident und Nationalrat Alexander Tschäppät.
Stimmt Ja zu 1:12, fände aber 1:20 besser: Berns Stadtpräsident und Nationalrat Alexander Tschäppät.
Keystone
Zürichs Stadtpräsidentin Corine Mauch.
Zürichs Stadtpräsidentin Corine Mauch.
Marcel Bieri, Keystone
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Herr Wermuth, prominente SP-Exekutivpolitiker gehen auf Distanz zur 1:12-Initiative, darunter auch der Aargauer Regierungsrat Urs Hofmann, dessen persönlicher Mitarbeiter Sie einmal waren. Fühlen Sie sich verraten?

Nein. Dass einzelne SP-Exekutivpolitiker der Juso-Initiative kritisch gegenüberstehen, ist nicht neu. Regierungsrat Urs Hofmann hat seine Einwände schon vor einiger Zeit vorgebracht. Er hat sich ja auch nicht gegen die Initiative gewandt, sondern kritische Fragen zur Umsetzung gestellt. Das ist völlig legitim. Er hat hier insofern recht, dass das Parlament nach Annahme der Initiative eine griffige Gesetzgebung erlassen muss. Wenn das Parlament sich weigern würde, den Volksentscheid umzusetzen, dann stünde man vor einer schwierigen Situation. Das ist uns auch bewusst. Die kritische Haltung von SP-Exekutivpolitikern ist für uns in dem Sinne keine neue Information.

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