Die Kantone sollen handeln

Nach dem Fall Adeline fordert die Westschweizer SVP die Kantone in der Romandie auf, den Strafvollzug besser zu koordinieren. Auch schweizweit tut sich etwas.

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Anja Burri@AnjaBurri

Die Ergebnisse der Untersuchung zum Fall Adeline in Genf haben auch bei Politikern Entrüstung ausgelöst. «Kleine Fehler können passieren. Aber so etwas darf nicht sein», sagt die Genfer SVP-Nationalrätin Céline Amaudruz. Sie fordert «die gleichen Konsequenzen, wie so ein gravierender Fehler in der Privatwirtschaft hätte: die Kündigung für die Chefin der Strafvollzugsbehörde».

Amaudruz ist überzeugt, dass sie die Situation nur verbessert, wenn sich die Kantone zusammenschliessen – etwa für einen einheitlichen Strafvollzug. In der Westschweiz habe die SVP in allen Kantonsparlamenten Vorstösse eingereicht, die eine bessere Koordination zwischen den Westschweizer Kantonen verlangten. «Der Fall Adeline in Genf ist kein Einzelfall in der Romandie.» Vielleicht sei man einfach generell viel zu nett.

Die Bestrebungen der Westschweizer SVP könnten bald schon erfüllt sein – und zwar schweizweit: Am vergangenen Freitag fand eine Aussprache zwischen den kantonalen Justiz- und Polizeidirektoren (KKJPD) statt. Es seien Bestrebungen im Gange, die Situation zu verbessern. Unter anderem gehe es um eine bessere Koordination zwischen den Kantonen, liessen mehrere Justizdirektoren auf Anfrage durchblicken. Mitte November soll die Plenarversammlung Beschlüsse fassen. Dann will die KKJPD informieren.

Bernerzeitung.ch/Newsnetz

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