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«Die Grundversorgung ist gefährdet»

Gesundheitsökonom Heinz Locher ruft Krankenkassen und Spitäler dazu auf, sich auf einen neuen Tarif zu einigen. Die Privatspitäler könnten nicht warten, bis das Gericht den viel zu tiefen Tarif anpassen wird.

«Der Kanton kann null Interesse daran haben, irgendwo Kapazitäten zu vernichten», sagt Gesundheitsökonom Heinz Locher.
«Der Kanton kann null Interesse daran haben, irgendwo Kapazitäten zu vernichten», sagt Gesundheitsökonom Heinz Locher.
Beat Mathys

Herr Locher, können die Privatspitäler überleben, wenn ihnen – wie geschehen – der Tarif um 30 Prozent gesenkt wird? Heinz Locher: Das ist völlig unmöglich. Wenn die Beteiligten keinen Weg finden, um aus dieser Abwärtsspirale herauszufinden, ist die Gesundheitsversorgung im Raum Bern gefährdet.

Ist nicht davon auszugehen, dass der Richter den Tarif nach oben korrigiert, nachdem ja die Privatspitäler Beschwerde erhoben haben? Ein bereinigter Zwischenentscheid des Bundesverwaltungsgerichts kommt vielleicht Ende Mai. Im Juni könnten die Spitäler endlich fakturieren und im September hätten sie das Geld. Fünf Monate ohne Umsatz. So lange können die Spitäler nicht warten.

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