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Wo bei den Pensionskassen Milliarden versickern

Die ständige Diskussion um die angebliche Umverteilung von jung zu alt verdeckt ein kostenmässig grosses Problem.

Er war Chef der Pensionskasse einer bekannten Wirtschaftsprüfungsfirma, also einer Personalkasse von Spitzenverdienern. Unter Verletzung gesetzlicher Vorschriften senkte er die Altersrenten seiner Versicherten. Nach langem Rechtsstreit verlor er vor dem Bundesgericht, das die Senkung der Altersrenten nach der Pensionierung für illegal erklärte. Nun ist er pensioniert. Und jetzt will er, wie er sagt, «dem Unmöglichen Beine machen»: nämlich die laufenden Renten der Pensionierten mit einer Volksinitiative flexibilisieren.

Die Rede ist von Josef Bachmann, dem Initianten der kürzlich lancierten eidgenössischen Volksinitiative «für eine generationengerechte Altersvorsorge». Mit seiner Volksinitiative will Bachmann die bereits laufenden Altersrenten von Pensionierten «in moderaten Schritten» absenken. Konkret bedeutet dies, dass die monatliche Pension auch bei 70- oder 80-Jährigen entgegen dem früheren Rentenversprechen den Börsenwerten (Zinsen, Dividendenerträgen, Aktienwerten) angepasst werden kann. Die Risiken von Finanzmarktanlagen sollen also die Pensionierten selber tragen. Zudem will der Initiant die schrittweise Erhöhung des Rentenalters der Volksabstimmung entziehen und mit einer mathematischen Formel regeln. Eine solche Wackelrente zerstört natürlich das Vertrauen. Deshalb lehnt auch der bürgerliche Pensionskassenverband Asip diese Initiative ab.

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