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«Die Gripen-Kampagne ist ein kommunikativer GAU»

Frank Bodin macht Werbung – und das preisgekrönt. Er sagt, warum die Kampagne der Kampfjet-Befürworter schiefläuft und was die Politik von der Werbung lernen kann.

Die Befürworter stiften zunehmend Verwirrung: Frank Bodin, Chef der Werbeagentur Havas Worldwide, war 2009 Werber des Jahres. (14. Januar 2009)
Die Befürworter stiften zunehmend Verwirrung: Frank Bodin, Chef der Werbeagentur Havas Worldwide, war 2009 Werber des Jahres. (14. Januar 2009)
Keystone
Spricht von einem Plan B im Falle eines Volks-Nein: SVP-Nationalrat und Pilot Thomas Hurter.
Spricht von einem Plan B im Falle eines Volks-Nein: SVP-Nationalrat und Pilot Thomas Hurter.
Keystone
Regt gemäss Bodin zu einer Milchbüechlirechnung an: Der Slogan der Gegner.
Regt gemäss Bodin zu einer Milchbüechlirechnung an: Der Slogan der Gegner.
Keystone
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Zweifelhafte Gegengeschäfte, ein Plan B und zerstrittene Befürworter: Die geplante Gripen-Beschaffung kommt nicht aus den Negativschlagzeilen. Wie beurteilen Sie den Verlauf der Pro-Kampagne? Die Kampagne ist ein kommunikativer GAU. Problematisch ist, dass die Befürworter ständig häppchenweise neue Aspekte in den Abstimmungskampf einfliessen lassen. Damit stiften die Befürworter zunehmend Verwirrung – und überfordern den durchschnittlich informierten Stimmbürger. Das wiederum führt zu einer Abwehrhaltung. Denken wir etwa an den Stammtisch: Wenn zu viele Argumente im Raum stehen, wird die Diskussion und damit die Meinungsbildung unnötig erschwert. Tritt dieser Effekt ein, wird nicht mehr mit rationalen, sondern mit emotionalen Argumenten diskutiert. Insgesamt hat die Kampagne also den denkbar ungünstigsten Verlauf genommen.

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