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Die CVP hadert mit ihrem Schicksal als historische Volkspartei

Nach den Luzerner Wahlen sitzt der Frust in der CVP tief. Einmal mehr wird ein schärferes Profil gefordert. Man könne es nicht mehr allen recht machen.

Grosse Enttäuschung nach den Wahlen: CVP-Spitze mit Schwaller, Leuthard und Darbellay.
Grosse Enttäuschung nach den Wahlen: CVP-Spitze mit Schwaller, Leuthard und Darbellay.
Keystone

Sie hatten auf eine Atempause gehofft, auf einen Zwischenhalt während der Talfahrt. «Nach den Verlusten in Zürich und Baselland dachten wir: Wenigstens die Stammlande können wir halten», sagt die frühere CVP-Nationalrätin Judith Stamm. Entsprechend gross ist die Bestürzung, nachdem die Partei am Sonntag in Luzern 7 von 46 Parlamentssitzen eingebüsst hat und im Tessin hinter die Lega zurückgefallen ist (siehe unten). Für Stamm zeigt das schlechte Abschneiden von CVP und FDP, dass die Zeit der grossen historischen Parteien zu Ende geht: «Es hat sich eine total neue Wählerschaft herausgebildet.» Diese reagiere auf Schlagworte und Trends und fühle sich keiner Partei besonders verbunden. «Davon profitieren derzeit die Grünliberalen, die Ökologie ohne Verzicht versprechen.» Wie die CVP reagieren soll, wisse sie noch nicht. «Ich muss mich erst fassen», sagt Stamm.

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