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Deutlich mehr Fälle von schwerer Körperverletzung in der Schweiz

Im letzten Jahr sind in der Schweiz mehr als 750'000 Straftaten registriert worden – neun Prozent mehr als 2011. Stark zugenommen haben Delikte mit schwerer Körperverletzung.

Strafgesetzbuch: Die Häufigkeitszahl in Prozent nach Kantonen und Städten. Der Einfluss der Pendlerpopulation auf die grossen Städte ist nicht zu vernachlässigen.
Strafgesetzbuch: Die Häufigkeitszahl in Prozent nach Kantonen und Städten. Der Einfluss der Pendlerpopulation auf die grossen Städte ist nicht zu vernachlässigen.
BFS
Die Zahl der schweren Körperverletzungen hat im letzten Jahr um 23 Prozent zugenommen.
Die Zahl der schweren Körperverletzungen hat im letzten Jahr um 23 Prozent zugenommen.
BFS
Im Jahr 2012 wurden 10 Prozent weniger Fahrräder gestohlen als im Vorjahr.
Im Jahr 2012 wurden 10 Prozent weniger Fahrräder gestohlen als im Vorjahr.
BFS
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Im vergangenen Jahr ist die Zahl der schweren Gewalt- und der Sexualdelikte angestiegen. Auch wurden deutlich mehr Diebstähle registriert als im Vorjahr, wie aus der polizeilichen Kriminalstatistik 2012 des Bundesamts für Statistik (BFS) von heute hervorgeht.

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr etwas mehr als eine Dreiviertelmillion Straftaten registriert (750'371). Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies eine Zunahme um 8,2 Prozent.

Mehr schwere Körperverletzungen

Ein Anstieg von 4 Prozent auf 46'809 Delikte wurde bei den Gewaltstraftaten verzeichnet. Am deutlichsten stiegen die Fälle von schwerer Körperverletzung, und zwar um 23 Prozent oder 110 Straftaten. Gewalt und Drohungen gegen Beamte nahmen um 17 Prozent zu (plus 438 Straftaten). Die Zahl von Raubfällen stieg um 16 Prozent (plus 490) und jene von Nötigung um 12 Prozent (plus 238).

Registrierte Fälle von häuslicher Gewalt gab es 2012 insgesamt 15'810. Das waren 6 Prozent mehr als 2011. Die Mehrheit dieser Straftaten drehte sich laut BFS um Gewalt in der Partnerschaft. Das Bundesamt betonte im Communiqué zudem, nicht alle Straftaten dieser Art würden verzeigt, weshalb die Zahlen als Minimalwerte betrachtet werden müssten.

Anstieg bei Sexualdelikten

Die sexuelle Integrität von Einwohnerinnen und Einwohnern der Schweiz wurde 2012 laut Statistik über 5100-mal verletzt. 2011 waren es 4800 Delikte gewesen. Im vergangenen Jahr kam es dabei zu 515 Fällen von sexueller Nötigung (2011: 460), 457 Fällen von Vergewaltigung (442) und 696 Fällen von sexueller Belästigung (667). Bei allen drei Deliktarten lässt sich also ein leichter Anstieg bemerken.

Die Anzahl Tötungsdelikte blieb 2012 stabil. So kam es in der gesamten Schweiz zu 229 versuchten oder tatsächlich verübten Tötungen.

Mehr Diebstähle – weniger Drogendelikte

Bei den Diebstählen war ein Plus von 11 Prozent zu verzeichnen, was etwa 24'000 Verzeigungen mehr als 2011 entspricht. Damals war die Zahl gegenüber dem Vorjahr um 16 Prozent oder 30'000 Fälle angestiegen. Eingerechnet in dieser Statistik sind Entwendungsdelikte aller Art: Taschen-, Trick-, Laden-, Einbruch- oder Fahrzeugdiebstahl. Gesamthaft waren es 2012 rund 245'000 Delikte.

Ebenfalls zugenommen haben die Verzeigungen wegen Widerhandlungen gegen das Ausländergesetz. Hier kletterte die Zahl um 15 Prozent auf über 36'000 Fälle. Rund zwei Drittel davon betrafen illegale Einreise und unrechtmässigen Aufenthalt in der Schweiz. 14 Prozent oder etwas mehr als 5000 Straftaten fielen auf die illegale Ausübung einer Erwerbstätigkeit.

Nur zu einem kleinen Anstieg kam es dagegen bei den Vergehen, die unter dem Betäubungsmittelgesetz geahndet werden: Es wurden 1650 zusätzliche Fälle registriert, was 2 Prozent mehr entspricht. Die Zahl der Fälle, in denen Drogen sichergestellt wurden, ging allerdings um 685 zurück. Laut BFS wurden mit einem Anteil von 68 Prozent am häufigsten Cannabisprodukte konsumiert.

Weitere Grafiken und Zusammenstellungen finden Sie in der Kriminalstatistik 2012.

SDA/wid

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