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Der unerbittliche Schweizermahner

Zäh wettert der scharfzüngige Architekturkritiker gegen den Selbstbetrug der Schweizer, die ihr Land mit «Hüsli» zumöblieren und sich über die Zersiedlung beklagen. Jetzt, im Unruhestand in Biel, bündelt der Mahner Marke Loderer seinen Zorn in der Anklageschrift «Die Landesverteidigung» – und festigt so seinen Ruf als trotziger Rufer in der Wüste.

Zielstrebig marschiert Benedikt Loderer dorthin, wo es hässlich ist. Er würde sagen: wo man die vitale Gebrauchsschweiz studieren kann. Die sieht hier, mitten in der Stadt Biel, so aus: ein Bürohausklotz mit eintönig angeordneten Normfenstern. Das in die Jahre gekommene Kongresshaus, dessen himmelwärts strebendes Dach wie ein nie eingelöstes Versprechen von Aufbruch anmutet. Gegenüber eine Baustelle, auf der ein Autoparking, wie ein Maulwurfsbau, in den Untergrund verbuddelt wird.

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