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Der SVP gehen die Unternehmer aus

Die SVP muss nach Peter Spuhler mit dem Rücktritt eines weiteren Wirtschaftsführers rechnen, wie die «SonntagsZeitung» berichtete. Der Berner Oberländer Hansruedi Wandfluh soll wegen Belastung in der Firma früher als geplant zurücktreten.

Will wegen Belastung in der Firma zurücktreten: SVP-Nationalrat Hansruedi Wandfluh.
Will wegen Belastung in der Firma zurücktreten: SVP-Nationalrat Hansruedi Wandfluh.

Kurz nachdem Peter Spuhler vergangene Woche sein politisches Amt niedergelegt hat, muss die SVP nun auch mit dem baldigen Rücktritt eines weiteren wichtigen Unternehmers ihrer Partei rechnen. Hansruedi Wandfluh aus dem Berner Oberland, will das Parlament vorzeitig verlassen, dies bestätigte er gegenüber der «SonntagsZeitung». Als Grund gibt der 60-Jährige die Belastung in seinem Unternehmen an.

Nach dem Ausscheiden Wandfluhs blieben der SVP noch lediglich zwei aktive Wirtschaftsführer mit grösseren Firmen in ihren Reihen. Für eine Partei, die sich gerne selber als Unternehmerpartei bezeichnet, nicht sonderlich viel. Zumal die verbleibenden zwei, Ulrich Giezendanner und This Jenny, kaum das wirtschaftliche Gewicht von Spuhler oder Wandfluh zu erreichen vermögen. Eine Frage, die sich weiterhin stellt ist, ob ein Nationalratsmandat überhaupt vereinbar ist, mit einer zeitaufwändigen Beschäftigung wie dem Führen eines Grosskonzerns.

Salzmann als möglicher Nachfolger

Ein Nachfolger für den Nationalratssitz sei bereits gefunden. Wandfluh wolle die Gelegenheit wahrnehmen und dem möglichen neuen Berner SVP-Präsident Werner Salzmann als Nachrücker den Weg in den Nationalrat frei machen, so die «SonntagsZeitung». Salzmann geniesst bei der Fraktionsspitze um Toni Brunner grosses Vertrauen und politisiert klar auf der Linie der Schweizer SVP.

Viel Raum für Parteistreit

Obwohl Salzmann von der SVP-Führung als Nachfolger für den Nationalratssitz gewollt ist, ergibt sich ein brisantes Problem. Salzmann ist nur zweiter Ersatz hinter dem ehemaligen Nationalrat Jean-Pierre Graber aus dem Berner Jura. Ihm habe man inzwischen nahegelegt, auf sein Nachrücken zu verzichten, wie Graber bestätigt. Jedoch weigere er sich noch. Somit bietet sich viel Raum für Parteistreit bis zu den Wahlen.

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