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Der Subventionskönig aus dem Jura

Der jurassische Grossbauer Claude Ackermann erhält die grössten Direktzahlungen aus Bern. Er meint: «Seis drum.»

Abzocker Ackermann? Diesen Vorwurf musste sich bislang vor allem Josef anhören, der Schweizer Chef der Deutschen Bank, der mit seinem Millionensalär in beiden Ländern regelmässig Schlagzeilen macht. Nun trifft er, zumindest implizit, plötzlich auch Claude Ackermann. Dieser thront zwar nicht über hohen Geldhäusern, sondern nur über weiten, menschenleeren Weiden. Doch auch diese bringen offensichtlich einiges ein: Der 64-jährige Grossbauer ist der Mann, den das Schweizer Fernsehen dieser Tage als höchstsubventionierten Landwirt der Schweiz aufgespürt hat. Und der, ähnlich dem Namensvetter bei der Bank, dabei keineswegs den Eindruck erweckte, als fände er die Bezüge in irgendeiner Art deplatziert. 533'012 Franken und 20 Rappen, so zeigte es Ackermann lächelnd in die Kamera, zahlt ihm der Bund jährlich für sein Wirken auf den Wytweiden des Jura.

«Ma foi», sagt der Grossbauer dazu, «seis drum». Natürlich sei er nicht gerade stolz auf diesen Titel. Und natürlich hätte er es lieber, es gäbe mehr Geld für Fleisch, Milch und Holz. Doch die Politik wolle es nun einmal anders. «Et nous, on s’arrange.» Er mache einfach das Beste daraus, sagt Ackermann lakonisch – und lässt ein trockenes «he, he» folgen, das verrät, dass er schon weiss, wie gut ihm dies gelungen ist.

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