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Der lange Weg der Schweizer Juden zur Gleichstellung

Am 14. Januar feiern die Juden das 150-Jahre-Jubiläum ihrer Gleichberechtigung als Schweizer Bürger. Die neuen Bürgerrechte und -pflichten von 1866 waren jedoch erst der Anfang eines langen Weges.

Der Schweizerische Israelitische Gemeinschaftsbund feierte am 19.?Mai 1966 ein Ereignis: 100 Jahre vorher, am 14.?Januar 1866, stimmte das Schweizer Volk der Revision zweier Verfassungsartikel zu, womit die Schweizer Juden in bürgerlichen und politischen Rechten den Christen gleichgestellt wurden. Am Anlass nahm auch der damalige Bundesrat Rudolf Gnägi teil (Vierter von links).
Der Schweizerische Israelitische Gemeinschaftsbund feierte am 19.?Mai 1966 ein Ereignis: 100 Jahre vorher, am 14.?Januar 1866, stimmte das Schweizer Volk der Revision zweier Verfassungsartikel zu, womit die Schweizer Juden in bürgerlichen und politischen Rechten den Christen gleichgestellt wurden. Am Anlass nahm auch der damalige Bundesrat Rudolf Gnägi teil (Vierter von links).
Keystone
Ruth Dreifuss schwört den Amtseid nach ihrer Wahl zur Bundesrätin  am 10.?März 1993. Sie ist die erste Jüdin im Bundesrat.
Ruth Dreifuss schwört den Amtseid nach ihrer Wahl zur Bundesrätin am 10.?März 1993. Sie ist die erste Jüdin im Bundesrat.
Keystone
...um antisemitische Protokolle hohe Wellen. Im Bild: Der Experte Ulrich Fleischhauer.
...um antisemitische Protokolle hohe Wellen. Im Bild: Der Experte Ulrich Fleischhauer.
Staatsarchiv
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Je hartnäckiger die Vorurteile, desto harziger der Weg zur Rechts- und Chancengleichheit. Obschon seit Jahrhunderten in der Schweiz sesshaft, blieben den jüdischen Einwohnern der Schweiz nach der Gründung des Bundesstaates 1848 die Bürgerrechte verwehrt. Ihr Wohngebiet beschränkte sich weiterhin auf die beiden Aargauer Orte Endingen und Lengnau. Stimm- und Wahlrecht sowie die Wehrpflicht blieben nur Männern christlichen Glaubens vorbehalten. ­Juden konnten keine wahren «Mit-Eidgenossen» sein.

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