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«Der Islam kann keine Sorge der Schweizer sein»

1991 zog Andreas Gross für die Zürcher SP in den Nationalrat ein, den er nun verlässt. Von Politikmüdigkeit aber keine Spur. Er kritisiert die SVP für ihren Umgang mit dem Islam.

Unermüdlicher Kämpfer für die direkte Demokratie: Andreas Gross vor dem Bundeshaus, das er nach 24 Jahren im Nationalrat verlässt.
Unermüdlicher Kämpfer für die direkte Demokratie: Andreas Gross vor dem Bundeshaus, das er nach 24 Jahren im Nationalrat verlässt.
Beat Mathys
Sein Engagement für die Abschaffung der Armee machte ihn schweizweit bekannt: Andreas Gross in einer Aufnahme von 1985.
Sein Engagement für die Abschaffung der Armee machte ihn schweizweit bekannt: Andreas Gross in einer Aufnahme von 1985.
Keystone
«Die SVP hat den Umgang mit Andersdenkenden brutalisiert. Sachliche Auseinandersetzungen sind massiv schwieriger geworden.»
«Die SVP hat den Umgang mit Andersdenkenden brutalisiert. Sachliche Auseinandersetzungen sind massiv schwieriger geworden.»
Stefan Anderegg
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Herr Gross, Sie treten nach 24 Jahren aus dem Nationalrat zurück. Schliessen Sie jetzt mit der Politik ab?

Andreas Gross: Auf keinen Fall. Ich höre zwar im Nationalrat auf und leider auch im Europarat. Aber genau so, wie ich mich in den 20 Jahren vor meinem Einzug in den Nationalrat politisch engagiert habe, werde ich dies auch künftig tun, hoffentlich, bis ich 96 bin. Daneben werde ich Reportagen machen, Bücher schreiben, forschen. Ich fische weiter – nicht mehr im politischen Haifischbecken, sondern im Doubs oder auf meinem Schiffchen an der dänischen Küste. Das ist ein grosses Privileg. Ein Fussballer wird mit 35 Jahren ausgemustert. Politisch muss man auch mit 63 noch nicht aufhören.

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