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Der ewige Stadt-Land-Spagat der CVP

Die CVP-Delegierten lassen ihre Parteispitze im Regen stehen und beschliessen die Nein-Parole zur Familieninitiative der SVP. Parteipräsident Christophe Darbellay will sich weiterhin dafür einsetzen.

CVP-Präsident Christophe Darbellay wurde von seinen Delegierten mehrheitlich im Stich gelassen.
CVP-Präsident Christophe Darbellay wurde von seinen Delegierten mehrheitlich im Stich gelassen.
Keystone

Das Communiqué, das die CVP am Samstag verschickte, beinhaltet ein Musterbeispiel für politische Verschleierung unangenehmer Tatsachen. Die Delegiertenversammlung hatte kurz zuvor in Tenero TI die Parteispitze desavouiert, indem sie gegen den Willen von Parteipräsident Christophe Darbellay die Nein-Parole zur Familieninitiative der SVP beschloss. In der Medienmitteilung informierte die CVP ganz am Schluss unter dem Titel «Familie kontrovers diskutiert»: Die Partei sei sich einig, dass die «Wahlfreiheit für Familien bestehen muss» und dass sich die CVP auch in Zukunft für Familien einsetze. Zur mit 114 zu 87 Stimmen demokratisch gefassten Nein-Parole fand sich kein Wort.

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