Zum Hauptinhalt springen

Der eifrige Fichen-Produzent

Trotz Fichenskandal von 1989 hat der Schweizer Geheimdienst wieder illegal Daten gesammelt und 200'000 Personenakten angelegt. Dafür sorgte Urs von Daeniken. Er war schon am ersten Skandal beteiligt.

Der inländische Nachrichtendienst hat nichts aus dem Fichenskandal gelernt – oder nichts lernen wollen. Die Staatsschützer setzten sich jedenfalls jahrelang über die Vorgaben der Politik hinweg und sammelten Daten von Privatpersonen auf Vorrat. Mit Blick auf den vor 20 Jahren aufgedeckten Fichenskandal stellte die Geschäftsprüfungsdelegation (GPDel) des Parlaments fest, dass beim bis Ende 2009 bestehenden Dienst für Analyse und Prävention (DAP) «kein Kulturwandel» stattgefunden habe.

Diese Erkenntnis ist aber keine grosse Überraschung, denn in beiden Fichenskandalen taucht derselbe Spitzenbeamte in leitender Stellung auf. Sein Name: Urs von Daeniken. Gerade er kam beim gestern präsentierten Bericht der GPDel schlecht weg.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.